Ich heiße Leon Schäfer und schreibe auf Book of the Fallen, weil mich Spiele schon lange als Erzählform faszinieren – nicht nur als Technik oder Wettbewerb, sondern als Orte, an denen Stimmungen, Entscheidungen und Gemeinschaft entstehen. Wenn ich über ein Spielbuch oder einen Guide arbeite, versuche ich die Perspektive von Spielerinnen und Spielern aus Deutschland mitzudenken: Was ist wirklich relevant, was bleibt vage, und welche Informationen helfen im Alltag am meisten?
Mein Hintergrund liegt im redaktionellen Schreiben und im Aufbereiten komplexer Inhalte. Ich habe über Jahre gelernt, wie man Informationen so ordnet, dass sie schnell auffindbar sind, ohne den Kontext zu verlieren. Dazu gehören auch Routinearbeiten wie Quellenabgleich, Versionierung von Texten, Korrekturen und das Nachziehen von Änderungen, wenn Patches oder Updates Inhalte überholen.
Neben dem Schreiben spiele ich selbst regelmäßig – mit dem Blick darauf, wie Systeme tatsächlich funktionieren, wo Tooltips irreführen und welche Mechaniken erst durch Erfahrung verständlich werden. Diese Praxis fließt in meine Texte ein, ohne dass ich so tue, als gäbe es „die eine richtige“ Spielweise.
Ich beschäftige mich besonders gern mit Mechaniken, die im Hintergrund wirken: Progression, Build-Logik, Ressourcenökonomie, Schwierigkeitskurven und die Frage, wie unterschiedliche Spielstile unterstützt oder ausgebremst werden. Ebenso wichtig ist mir klare Sprache: Begriffe konsistent verwenden, Annahmen offenlegen und Trennlinien ziehen zwischen Beobachtung, Test und Meinung.
Wenn ich Texte erstelle oder überarbeite, starte ich meist mit einer groben Gliederung und einer Liste offener Fragen. Danach teste ich Aspekte im Spiel oder gleiche sie mit Patchnotes und verlässlichen In-Game-Infos ab. Im Lektorat achte ich auf Verständlichkeit, Wiederholungen und darauf, dass Tipps nicht als Dogma formuliert sind. Feedback aus der Community nehme ich ernst, vor allem wenn mehrere Leute dieselbe Unklarheit melden.
Für die Zukunft wünsche ich mir Inhalte, die ruhig, nachvollziehbar und updatefest sind: weniger Spektakel, mehr Orientierung. Ich möchte Spielwissen so dokumentieren, dass es auch Monate später noch hilft – und dass man als Leser oder Leserin das Gefühl hat, die eigenen Entscheidungen besser einordnen zu können, statt nur Anweisungen zu folgen.